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Kann ein System funktionieren, das auf Schulden und Zahlungsversprechen beruht?

 

Die Vergangenheit hat bewiesen, dass dieses System nur für eine gewisse Zeit funktioniert und danach zusammenbricht. Die heutige Situation unterscheidet sich von den früheren einzig darin, dass die Schulden höher sind, als sie je waren, und dass das Papiergeld heute durch keinen effektiven Wert mehr gedeckt ist. (Siehe: Welche Rolle spielt das Geld?)

Der weltweite Verschuldungsgrad liegt bei rund 160 Billionen USD bei einer globalen Wirtschaftsleistung von ca. 45 Billionen USD. Das heisst, dass die Schulden drei Mal so hoch sind wie das, was in einem Jahr an Leistungen generiert wird. Diesen Schulden stehen Vermögen gegenüber, die in Zukunft jedoch durch radikale Geldentwertung massiv reduziert werden.

Schaut man genauer hin, erkennt man, dass von diesen 45 Billionen weniger als 40 % auf die Produktion von Gütern zurückgeht. Denn über 60 % des jeweiligen Bruttosozialproduktes sind dem Konsum oder staatlichen, nationalen Wirtschaftsprogrammen anzurechnen. Diese Zahlen gewinnen an Gewicht, wenn wir bedenken, dass die westlichen Länder rund 11 % der Weltbevölkerung ausmacht, diese jedoch 60 % aller Warengüter konsumiert.

Das Abtragen dieses gewaltigen Schuldenbergs wird zu einem Ding der Unmöglichkeit.

 

Des Einen Schuld ist des Anderen Vermögen. Damit Vermögen wachsen kann, muss auf der Gegenseite zwangsläufig die Verschuldung in gleichem Masse zunehmen. Diesen Mechanismus stellt das Zinssystem sicher. Die daraus resultierende Schere geht solange weiter auf, bis die Schuldzinsen nicht mehr bezahlt werden können. In der Folge ist eine weitere Verschuldung nicht möglich, weil der Gläubiger das Vertrauen zum Schuldner verloren hat.

Private und Unternehmen haben ihr Verschuldungspotenzial längst erreicht. Höchstens Staaten können mit dem Verkauf weiterer Staatsanleihen noch zusätzliche Schulden generieren. Heute werden wir jedoch mit der Tatsache konfrontiert, dass zum Beispiel die USA, England und Japan ihre staatlichen Schuldpapiere auf dem Markt nicht mehr losbringen. Sie kaufen sie selber auf, mit frischem Papiergeld, das einzig zu diesem Zweck von den eigenen Zentralbanken gratis (0 % Zins) gedruckt wird.