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Welche Rolle spielen die Vereinigten Staaten von Amerika?

 

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde der damalige Goldstandard (siehe „die Rolle des Geldes“), der während des Krieges aufgehoben wurde, an der Konferenz in Genua (1922) durch einen Gold-Devisen-Standard mit USD und britischem Pfund abgelöst. Das bedeutete nichts Geringeres, als dass von da an neben Gold auch das UK Pfund und der US Dollar als offizielle Währungsreserven verbucht werden durften. Im Juli 1944 fand die nächste Konferenz statt, in Bretton Woods (USA), die das Pfund als Reservenwährung eliminierte und den USD als alleinige Weltreservewährung neben dem Gold festlegte. Dieser Gold-Devisen-Standard funktionierte so, dass die Vereinigten Staaten jederzeit die in USD angesammelten Schulden auf Verlangen eines Gläubigerlandes in Gold zurückzahlen mussten.

1971 wurde unter Präsident Richard Nixon dieser letzte Anker auch noch aufgelöst. Denn Nixon weigerte sich, weiteres Gold gegen bestehende USD-Auslandschulden einzutauschen. Der Grund: Die USA waren zu diesem Zeitpunkt bereits faktisch bankrott. Von diesem Zeitpunkt an hatte die Welt zu akzeptieren, dass nur der USD als alleinige Reservewährung galt. Dieses  Privileg ermöglichte den Amerikanern, im Ausland so viel zu konsumieren, wie sie mit der Druckerpresse USD herstellen konnten.