4. Mai 2012

Einladung zur 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung

 

Euro-Misere ohne Ende

 

 

 

Ein Gastbeitrag von Steffen Krug*

 

Die 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung findet dieses Jahr am Freitag, 01. Juni und Samstag, 02. Juni im Hotel Intercontinental direkt an der Alster statt. Der Name Hamburger Mark Banco steht dabei für die Ausrichtung der Tagungsreihe. Die Mark Banco war eine 100 Prozent silbergedeckte Währung, die die Hamburger Bank in der Zeit ihres Bestehens von 1619 bis 1875 emittierte. Dabei handelte es sich nicht um eine geprägte Münze, sondern um ein zu 100 Prozent mit Silber gedecktes Buchgeld. Mit dieser über lange Zeit stabilsten Währung in Europa hat Hamburg und seine Kaufmannschaft Krisen stets besser überstanden als andere Regionen. Gerade im heutigen Internetzeitalter könnte eine 100 Prozent gedeckte Währung wie die Hamburger Mark Banco problemlos wieder eingeführt werden.

 

Tragischerweise verhindert eine unheilvolle Allianz aus Politikern und Bankern die Implementierung von real gedeckten und darüber hinaus historisch getesteten Währungen. Dank des staatlichen Währungsmonopols können heutzutage Noten- und Geschäftsbanken in unbegrenzter Höhe ungedecktes Kreditgeld an Freunde aus Politik und Wirtschaft verteilen. Bereits seit 100 Jahren warnen Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie (Austrian Economics) vor den verheerenden Auswirkungen dieser willkürlichen Geldmengensteuerung auf die Konjunktur und die reale Wirtschaftsstruktur. Genau wie die heutigen „Austrians“ die aktuelle Finanz-, Banken- und Verschuldungskrise vorhergesagt haben, hatten Ludwig von Mises (1818-1973) und Friedrich August von Hayek (1899-1992) mit ihrer Konjunkturtheorie die Weltwirtschaftskrise von 1929 vorausgesagt.

 

Wie geht es aber nun weiter? Welche politischen Handlungsoptionen gibt es überhaupt noch und wie könnten konkrete Lösungskonzepte aussehen? Welches politische Szenario ist am wahrscheinlichsten? Und vor allem: welche Konsequenzen hat die Euro-Misere für private und institutionelle Anleger? Wird es zu einer Währungsreform kommen? Mit welcher Anlagestrategie kann vor diesem Hintergrund das eigene Vermögen noch geschützt werden? Werden US Dollar, Schweizer Franken und Anleihen aus den Schwellenländern ein sicherer Hafen sein? Oder sollten Anleger besser gleich ihre Ersparnisse in Sachwerte umschichten? Aber welche Sachwerte sind überhaupt krisensicher und was wäre der richtige Kaufzeitpunkt, wenn jederzeit wieder mit deflatorischen Rückschlägen zu rechnen ist? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Gold und Silber?

 

Freuen Sie sich auch dieses Jahr wieder auf Einschätzungen und Empfehlungen von hochkarätigen bankenunabhängigen Experten, wobei im Anschluss an die Vorträge wieder ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum eingeplant ist. Um den Gedankenaustausch untereinander und mit den Referenten zu vertiefen, wird im Anschluss an den ersten Seminartag eine dreistündige Alsterschifffahrt inklusive Abendmenu angeboten. Ich freue mich auf spannende Gespräche und Diskussionen.

Ihr Steffen Krug

 

 

*) Steffen Krug studierte Volkswirtschaftslehre an der Uni Heidelberg, ESC Reims in Frankreich und an der Europa-Universität-Viadrina in Frankfurt an der Oder. Er war zwei Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jan Winiecki, einem Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie, wo er 1997 seine Diplomarbeit zum Thema “Systemwettbewerb und Europäische Integration” schrieb. Nach einem Traineeprogramm bei der Vereins- und Westbank in Hamburg war er dort anschliessend als Wertpapierspezialist am Alten Wall tätig. 2001 machte er sich als Anlageberater und Finanzmakler selbständig (Lacruche Brokerage). Während seiner praktischen Tätigkeit entwickelte er den Investmentstil des Austrian Asset Management und gründete 2009 das Institut für Austrian Asset Management.

 

Zwei sehr empfehlenswerte Interviews mit unserem Gastautor finden Sie auf der Metallwoche und bei GoldMoney.

 

  1. Guido Stößling
    5. Mai 2012, 03:17 | #1

    Im Programm steht, dass der Gernot-Hassknecht-Imitator Arnuf Baring auch dabei ist. Wenn er wieder einen seiner berühmten Ausbrüche hat, lohnt sich die Eintrittskarte allemal! ;-)

  2. Hennig
  3. Guido Stößling
  4. Major Tom
    6. Mai 2012, 20:06 | #4

    Baring redet im Handelsblatt Tacheles:

    “Der Euro war und ist eine Schnapsidee

    Den immer weitergehenden Forderungen, die Führungsrolle der Währungsunion zu übernehmen, wird Deutschland nicht mehr gerecht. Daher fordert der Publizist und Historiker Deutschlands Austritt aus der Währungsunion.”

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