
Roland Baader: "Schlussendlich werden sie alle fallen, weil das gesamte System marode ist"
Ein Interview aus dem Jahre 2009 mit dem unvergessenen Roland Baader über die Weltfinanzkrise, die von den Vertretern der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie" – und nur von diesen – richtigerweise vorhergesagt wurde:
Das Lips Institute trauert um Roland Baader
Seinem letzten Buch "Geldsozialismus" stellte er ein Zitat von Ferdinand Lips voran, dem er viele Jahrzehnte freundschaftlich verbunden war und mit dem ihn der gemeinsame Kampf gegen das betrügerische und die (halbwegs) freie westliche Zivilisation bedrohende Papiergeldsystem vereinte. Am vergangenen Sonntag, dem 8. Januar ist der couragierte Philosoph, Nationalökonom und Verfechter des Goldstandards Roland Baader, ein Schüler des großen Friedrich August von Hayek, nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Lob vom Goldpapst für das Lips Institute
"Schauen Sie doch einmal auf die Seite www.lips-institute.ch. Sie pflegt das Andenken an Ferdinand Lips, den großen Vorkämpfer für gesundes Geld und einen neuen Goldstandard. Abrufbar sind zahlreiche Artikel und Vorträge seit 1970 und damit vier Jahrzehnte Gold- und Geldgeschichte. Alles übersichtlich präsentiert und sehr informativ. Glückwünsche an die Redaktion!"
Bevor das neue Jahr anbricht wollen wir es nicht verabsäumen, uns für diese überaus freundlichen Worte aus der Feder von Dr. Bruno Bandulet , des renommiertesten deutschen Gold-Experten, an dieser Stelle sehr herzlich zu bedanken! So ein Feedback motiviert uns, im vor uns liegenden Jahr 2012 unsere gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken für ein gesundes Geld – sound money – als Unterpfand der Freiheit mit der Leidenschaft der Vernunft zu streiten!
*)"Gold & Money Intelligence" (G&M) erscheint seit 1979 monatlich. Fokus des Goldbriefes liegt auf der zyklischen Betrachtung des Metall- und Minenkurse. Neben Gold werden Silber, Platin und Palladium, sowie die dazugehörigen Minen – sowohl Standardwerte, als auch kleinere Werte – besprochen und empfohlen. Hintergrundwissen, Insiderwissen und Gerüchte aus der Branche findet man in diesem Goldbrief ebenso wieder, wie Infos zur Wirtschaft und Börse, die einen direkten oder indirekten Einfluß auf den Edelmetallsektor haben. Artikelserien über Fachbegriffe, Zyklen- und Charttechnik, Besonderheiten bei der Edelmetallanlage usw., erweitern das Fachwissen von Investoren.
Die Euro-Illusion
Ein Gastbeitrag von Dr. Michael von Prollius
Am Euro soll sich das Schicksal Europas entscheiden. Zumindest wollen uns das namhafte Politiker, manche EU-Bürokraten und einige Ökonomen weiss machen. Der Euro soll nicht nur die Grundlage, sondern sogar die Voraussetzung für ein ökonomisch stabiles und prosperierendes Europa sein. „Der Euro ist eine unser größten Errungenschaften.“ heißt es in Brüssel. „Der Euro ist unser Schutz“ hört man in Berlin und „er nützt uns auf der ganzen Linie“. Zugleich soll ein kleines Land am Rande Europa über eine Vertrauenskrise „den Euro als Ganzes“ gefährden.
Einmal mehr wimmelt es nur so von Kollektivismen und Konstrukten, die die Nation, den Superstaat, die Megawährung über alles stellen. Und die Begründung? „Niemand darf sich Illusionen hingeben: Die Lage ist ernst, sehr ernst“! Wer diesen und anderen Behauptungen oder Versprechungen Glauben schenkt, gibt sich allerdings Illusionen hin. Die Europäische Währungsunion wird nicht in dieser Form fortbestehen, aber Europa würde den Euro und die EU überleben.
Nachfolgend einige Desillusionierungen:
1. Den „Euro-Kraten“ geht es nicht um Europa, sondern um die EU und einen weiter wuchernden Sozialstaat, um Zentralismus, um Macht und Zugriff auf Ressourcen, darunter eine EU-Steuer, und ihre persönliche Karriere. An die Stelle eines freiheitlichen Europa, das keine Handelsgrenzen kennt, Freizügigkeit und Vielfalt in Verschiedenheit verkörpert, so wie es die europäischen Gründerväter angestrebt haben, ist schleichend auch in der Masse der Medien das Projekt eines homogenisierten „Euro-pa“ oder „EUropa“ getreten. Der Umgang mit den heftigen Widerständen der Bürger gegen den Lissabon-Vertrag wirft ein Licht auf „Krise und Zukunft der Demokratie“ (Felix Somary).
2. Der Euro ist ein durch und durch politisches Projekt, das gegen eine Fülle ökonomisch fundierter Kritiker realisiert wurde. Als der Maastricht-Vertrag 1992 unterzeichnet wurde wandten sich über 60 deutsche Ökonomieprofessoren in einem Manifest gegen die Europäische Währungsunion. 1998 waren es sogar mehr als 160, die mahnten: „Der Euro kommt zu früh“. Die Defizite der Einheitswährung und ihre Risiken, darunter absehbare hohe Transferzahlungen für einen Finanzausgleich und eine überbordende Staatsverschuldung, sind heute Realität geworden.
3. Die unbenommenen Vorteile des Euro – kein Währungsrisiko, Preistransparenz und entfallende Umtauschkosten für Reisende, insbesondere Urlauber – werden von den zunehmend ins Bewusstsein tretenden Nachteilen aufgefressen: beträchtlicher Kaufkraftverlust, monetär bedingte Wirtschaftskrisen, Subventionierung von Banken mit Steuerzahlerschutzschirmen und schrankenlose Staatsverschuldung, Der deutsche Steuerzahler hat als „EU-Zahlmeister“ den erklärtermaßen „alternativlosen“ Entscheidungen Folge zu leisten.
4. Geldillusion ist offenkundig eine Politik, die darin besteht, mehr Geld zu drucken und dies abzuwerten, um die reale wirtschaftliche Situation zu verbessern oder Wirtschaftszyklen zu dämpfen. Eine überwältigende Fülle solider theoretischer Überlegungen und eine Vielzahl historischer Erfahrungen stehen dieser Absicht genauso im Wege wie der gesunde Menschenverstand. Inflation, Schulden und verschleppte Strukturreformen (Arbeitsmärkte, soziale Sicherungssysteme, Steuern, Entstaatlichung etc.) hält kein seriöser Unternehmer oder privater Haushalt für einen geeigneten Ausweg.
5. Mit dem Euro sollte die politische Vereinigung Europas vorangetrieben werden, ein paneuropäischer Wohlfahrtsstaat kreiert werden. Auf dem Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa sollte dem angestrebten Zentralismus der Weg durch eine Einheitswährung geebnet werden. Unzureichende politische Einigung auf der Grundlage unüberbrückbarer ökonomischer Unterschiede kompensiert durch eine monetäre Klammer – offenkundig ist das keine gute Idee. Lord Ralf Dahrendorf war ein großer Europäer. In einem Interview, das er im Dezember 1995 dem Spiegel gegeben hat, konstatierte er: „Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet.“
Eine Illusion bezeichnet eine Sinnestäuschung, eine andere Wahrnehmung als das, was in der Realität tatsächlich vorhanden ist. Der Euro wird für etwas anderes gehalten als er tatsächlich ist. Er ist weder Heilsbringer noch Schicksal, sondern lediglich eine von sogenannten Experten in Kommissionen konstruierte Monopolwährung. Damit gleicht der Euro Herrn Tur Tur, dem sogenannten Scheinriesen in der Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende. Je weiter man sich von Herrn Tur Tur entfernt, desto größer scheint er zu sein. Erst wer sich ganz nah an ihn heran wagt, erkennt den Irrtum. Herr Tur Tur ist nicht größer als ein durchschnittlicher Mensch. Allerdings traut sich kaum jemand ihm nahezukommen. Wer Kritik am Euro äußert, wird schnell als Sonderling und Anti-Europäer in eine politisch missliebige Ecke gestellt. Allerdings ist nach den inszenierten Feierlichkeiten zum zehnten Geburtstag des Euro das Interesse an denen, die die Einheitswährung als Erfolgsgeschichte preisen, arg geschwunden. Das mag an den horrenden Kosten liegen und der Verabredung zum kollektiven Rechtsbruch, die mit dem Blankoscheck der Staats- und Regierungschefs für Griechenland im Februar 2010 verbunden sind. Ohnehin ist die Reputation der EZB nachhaltig beschädigt.
Tatsächlich reicht die Problematik tiefer. Die verfälschte Wahrnehmung der Wirklichkeit besteht darin, sich wachsenden Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität von einem monopolistischen Papiergeldsystem zu erhoffen. Selbst Mainstream-Ökonomen kommen in empirischen Studien zu dem Ergebnis, der Euro habe keine positiven Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit oder Lohnwachstum, aber möglicherweise die Konjunkturschwankungen verstärkt. Zudem ist die Kritik an Zentralbanken sowohl theoretisch als auch empirisch inzwischen gut fundiert.
„Ist der Euro fehlerhaft? Natürlich ist der Euro fehlerhaft.“ urteilt ein angesehener Ökonom und Geldtheoretiker. Schließlich handele es sich nicht um einen Geldstandard, der durch die unsichtbare Hand des Marktes entstanden ist, durch die dezentrale freie Wahl von Millionen Nutzern. Der Euro krankt an denselben strukturellen Unzulänglichkeiten wie anderes Scheingeld auch, das in einer monetären Zentralplanwirtschaft bereitgestellt wird. Das relativ bessere Abschneiden der EZB im Vergleich mit dem amerikanischen FED verstellt den Blick auf die grundsätzliche Problematik. Der ständige Wechselkursvergleich zwischen Euro und US-Dollar verstärkt diese Tendenz zusätzlich. Was hilft es „Dick“ und „Doof“ zu vergleichen? Aufschlussreicher ist, wie viel Papiergeld man für eine Unze Gold bezahlen muss. Das findet erfreulicherweise ein wachsende Zahl von Menschen.
Zentralbanken sind eine relativ junge Konstruktion, die Hyperinflationen und schwere Wirtschaftskrisen hervorgebracht haben. Kaufkraftverlust ist ein Wesensmerkmal von Scheingeld, das derartige Inflationsbehörden unter dem Versprechen eines stabilen Preisniveaus herausgeben. Allerdings ist es für eine Zentralbank praktisch unmöglich, die tatsächliche Nachfrage nach Geld zu entdecken. Zentralbanken produzieren ständig zu viel Geld, wenn es darauf ankommt aber auch zu wenig. Außerdem halten sie immer wieder die Zinsen zu niedrig. Sei es, um der Konjunktur Impulse zu geben oder, weil so die Staatsverschuldung erträglicher finanziert werden kann. Um es noch einmal zu betonen: Zentralbanken destabilisieren das Finanzsystem auf fundamentale Weise. Ein Geldwesen ohne Zentralbank wäre – und war – weitaus stabiler als ein Finanzsystem mit einer Zentralbank. Hier begrenzen Verträge und Wettbewerb die Vermehrung des Geldes. Denken Sie etwa an einen Gold- oder Silberstandard. Dort gibt es nur Absichtsbekundungen ohne Sanktionen. Leider ist das Gegenteil von gut nun einmal gut gemeint.
Die Geschichte des freien Geldwesens ist noch viel zu wenig bekannt, zumal es sich um eine Erfolgsgeschichte handelt. Verantwortlich ist dafür auch die zwar nennenswerte, aber noch nicht ausreichende wirtschaftsgeschichtliche Forschung. Darüber hinaus besteht weiterer Erkenntnisbedarf im Hinblick auf ein freies Geldwesen. Dessen Funktionsweise sollte weiter erhellt werden durch Arbeiten zum dynamischen monetären Gleichgewicht, geldtheoretischen Modelle einschließlich systematischer Vergleiche zwischen alternativen Geldordnungen und Antworten auf die Frage, wie die Rückkehr zu einem freien Geldwesen und seine Aufrechterhaltung möglich ist respektive das herrschende Geldsystems transformiert werden kann.
Solange den Menschen ein Papiergeldstandard oktroyiert wird, ein durch nichts gedecktes Scheingeld, das jederzeit beliebig vermehrbar ist, wird eine Blase die nächste ablösen und die Staatsverschuldung ausufern. Die „kleinen“ Verbraucher und Steuerzahler leiden darunter am meisten. Für die Privilegierten lohnt es sich entsprechend. Schließlich existieren nicht einmal nennenswerte Schranken für die Ausweitung der Geldmenge, von strafbewährten Sanktionen wie automatische Gehaltskürzungen oder ein Rücktritt des Zentralbankvorstands bei Verfehlen des vorgegebenen Inflationsziels ganz zu schweigen. Lediglich Absichtserklärungen über geldpolitische Ziele bestehen, darunter Preisniveaustabilität und eine ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung. Wenn die Versprechen nicht gehalten werden, dann bleibt das für die Verantwortlichen folgenlos. Ohnehin ließe sich auf Fakroren hinweisen, die nicht in der Hand der Behörde liegen. Folgenlos bleibt sogar der Rechtsbruch wie der Bailout von Griechenland, Irland und Portugal sowie die Einrichtung eines Euro-Rettungsfonds, die gegen Artikel 125 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verstoßen. Selbst Vertragsbruch wird nicht geahndet. Was sollen Bürger denken, wenn sich Regierungen weigern, die Regeln einzuhalten, zu denen sie durch Recht und Gesetz verpflichtet sind? Frank Schäffler und Norbert F. Tofall urteilen: „Die EU macht Rechtsbrüche vergessen, indem sie das Recht umschreibt. Sie lässt die Verschuldungskrise verschwinden, indem sie die Spekulanten dafür verantwortlich macht. Und sie macht den EU-Bürgern weis, dass mehr Zentralisierung deren Freiheiten erweitert.“ Die Erfahrung der letzten Monate lehrt: Ein Zentralbanksystem begünstigt Rechtsbruch und Moralverfall.
Gegen eine Illusion hilft nur Aufklärung und die Rückkehr zur Wahrnehmung der Realität – gegen die Euro-Illusion ein marktwirtschaftliches Geldwesen. Sapere aude – Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! Warum nicht Wettbewerb beim Geld zulassen? Die Kurzformel könnte lauten: Geldfreiheit statt Scheingeld.
Quelle: Michael von Prollius, Die Euro-Misere. Essays zur Staatsschuldenrkise, Jena 2011, 229-234

Philipp Bagus: Die Tragödie des Euro
DAS ENDE DES EURO? Das Projekt Euro steht kurz vor dem Scheitern. Philipp Bagus, Professor für Volkswirtschaft und Experte für Geld- und Konjunkturtheorie, belegt, dass diese Entwicklung eine fast schon logische Folge des intrigenreichen Ursprungs des Euro, seines selbstzerstörerisch angelegten Systems und politischer Einzelinteressen ist.

So war es beispielsweise schon bei der Gründung ein vorrangiges Ziel der französischen Politklasse, sich der DM und der »Tyrannei der deutschen Bundesbank« zu entledigen. Die einzelnen Regierungen können sich zudem relativ unkontrolliert des Zentralbankensystems bedienen, um ihre Defizite zu finanzieren. Das Ganze ähnelt einer Notenpresse, aus der sich verschiedene Eigentümer nach Bedarf eindecken. Die Folgen sind die Schuldenkrise, monetäre Umverteilung und die Gefahren einer Transferunion – nicht zuletzt zu Lasten der Deutschen. Die gemeinsame Währung wird somit selbst zum Konflikterzeuger und potenziellen Zerstörer Europas. Der Autor stellt schlüssig dar, welche Auswege und Alternativen den Euro-Ländern noch bleiben.
Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaft an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Zu seinen Forschungsschwerpunkten Geld- und Konjunkturtheorie veröffentlichte er in internationalen Fachzeitschriften wie Journal of Business Ethics, Independent Review, American Journal of Economics and Sociology u.a.. Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet mit dem O.P. Alford III Prize in Libertarian Scholarship, dem Sir John M. Templeton Fellowship und dem IREF Essay Preis. Er ist Autor eines Buches zum isländischen Finanzkollaps (Deep Freeze: IcelandZs Economics Collapse mit David Howden). Sein Buch Die Tragödie des Euro erscheint in acht Sprachen und wird den Freunden des Lips Institutes wärmstens empfohlen.
208 Seiten
"Wir leben in einer Blase. Die Blase ist nicht Gold, sondern Papiergeld."
James Turk, der Gründer der GoldMoney Foundation in einem Interview mit der in Wien erscheinenden Presse:
"In die Zukunft kann ich nicht sehen, aber der Trend ist klar. Wir sind auf dem Weg in die Hyperinflation – und zwar weltweit. Wir machen dasselbe wie die Deutschen in der Weimarer Republik. Wir kaufen Staatsanleihen mit frisch gedrucktem Geld. Das macht die EZB, die Fed, die Bank of England. Die Währungen werden kollabieren, und Gold wird nach 100Jahren wieder seine angestammte Rolle im Zentrum des Währungssystems einnehmen.
Was macht Sie so sicher?
Wirtschaft ist einfach: Hausverstand und Logik – deswegen ist die Österreichische Schule der Nationalökonomie rund um Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek so gut. Die basiert auf Logik und nicht auf irgendeiner mathematischen Formel ohne Bezug zur Realität. Wir leben in einer Blase. Die Blase ist nicht Gold, sondern Papiergeld. Papiergeld geht immer unter. Und wenn es das tut, dann meist in einem historischen Event.
Von Mises und von Hayek waren Kapitalisten. Erleben wir nicht eine Krise des Kapitalismus?
Das glauben viele Leute, aber das ist absolut falsch! Was wir erleben, ist eine Krise des Sozialismus. In Amerika kommen 40 Prozent des BIPs vom Staat. In Europa noch mehr. Aber der Staat kreiert keinen Wohlstand. Nur der Privatsektor kann das. Wenn der Staat stark wächst, erhöht er die Steuern zu stark und ruiniert auch die Privatwirtschaft. Wie Margaret Thatcher gesagt hat: „The problem with socialism is, that you eventually run out of other peoples money.“ Genau da sind wir heute angelangt. Deswegen will die EU eine Finanztransaktionssteuer einführen. Was für eine idiotische Idee. Ultimativ wird der Sozialismus in den Untergang führen und als gescheiterte Philosophie angesehen werden. Die meisten Menschen verstehen nicht, was Kapitalismus und Sozialismus wirklich sind. Weil sie nicht verstehen, was Kapital ist. Das ist eine knappe Ressource, die durch harte Arbeit und Sparen entsteht. Nicht durch Kredit. Die Welt steht heute auf dem Kopf. China ist ein kapitalistisches Land mit einer kommunistischen Regierung. Amerika ist mehr sozialistisch als kapitalistisch. Und die Regierung eher faschistisch. Europa mit seinen aufgeblasenen Sozialstaaten ist sozialistisch."
Das komplette Interview vom 13.11.2011 gibt es hier auf den Seiten von "Die Presse".
Marc Faber ("Dr. Doom") redet Klartext
Einer der unabhängigsten Köpfe auf dem Börsenparkett spricht offen aus, was wirklich los ist auf den Finanzmärkten. Gewohnt schonungslos die Analyse, aber immer getreu der Devise der alten Griechen: Heiter die Wahrheit aussprechen. Enjoy!
Impressionen von der Münchener Edelmetallmesse
haben Frank Meyer und der "Düsseldorfer" in ihrer wie immer sehr hörenswerten "Metallwoche" eingefangen. Auch bei der Süddeutschen Zeitung hat man inzwischen wohl erkannt, dass man dieses Mega-Event nicht länger ignorieren kann – worüber auch der mokante Unterton der Berichterstattung nicht hinwegtäuschen kann.
Einer der bemerkenswertesten Vorträge aus unserer Sicht war vor allem die für Goldbugs überaus optimistische Analyse des Wiener Edelmetallexperten Ronald-Peter Stöferle unter der Headline "In Gold We Trust", dessen regelmässig erscheinender "Goldreport" längst Kultstatus geniesst. In einem Interview, welches er vor einigen Monaten mit GoldMoney führte, erläutert er, wie sich seine Betrachtungsweise auf das Thema Gold von der anfänglichen Investmentsicht sukzessiv ausweitete und Themen wie die Österreichische Schule der Ökonomie, monetäre Geschichte, oder auch Sozialkritik eine immer größere Rolle in seinen Analysen spielten. Sein Report betrachtet unter anderem die besondere Rolle des Goldes als monetäres Gut, als auch das Thema Inflation im Laufe der Geschichte.
Mehr zu den spannenden Referaten der Edelmetallmesse – unter anderem von Philipp Vorndran, James Turk, dem "Silberjungen" Thorsten Schulte und Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb - erfahren Sie in den nächsten Tagen an dieser Stelle.
Edelmetallmesse in München
Am 04./05. November öffnet wieder die Edelmetall und Rohstoffmesse in München ihre Pforten. Wir freuen uns auf viele spannende und anregende Vorträge von anerkannten Koryphäen auf dem Gebiet der Edelmetalle, die auch Freunde des Lips Institutes sind (z.B. Ronald-Peter Stöferle und James Turk werden als Referenten vor Ort sein) sowie auf viele gute Gespräche mit an gutem Geld Interessierten. Veranstaltungsort ist die Münchner Eventarena (ehemalige Olympia-Radsporthalle).
Interview mit Dr. Bruno Bandulet ("Das geheime Wissen der Gold-Anleger")
Dr. Bruno Bandulet (www.bandulet.de) vergleicht in diesem Video die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft und Politik mit denen der 1970er Jahre. Dabei geht er auf die Schwäche des Dollars, die Inflation der Rohstoffpreise und Kriege im nahen und mittleren Osten ein. Aufgrund des Ausmaßes der weltweiten Verschuldung sieht er die derzeitige Situation als Endspiel des Systems.
Er weist darauf hin, dass das Scheitern von Währungen durch Interventionen der Regierungen und Zentralbanken verzögert werden kann. Maßnahmen wie Rettungskredite für verschuldete Euroländer oder Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB würden der Währung jedoch Schaden zufügen und können ihr endgültiges Scheitern nicht verhindern.
Als Haupttreiber für den Goldpreisanstieg sieht Bruno Bandulet die negativen Realzinsen und den steigenden Wohlstand der Schwellenländer. Weiterhin spiele die Funktion von Gold als alternative Währung eine große Rolle für Zentralbanken und konservative Investoren.
Auch spricht Dr. Bandulet über Hintergründe zur Euro-Einführung und Unterschiede zur D-Mark. Er verdeutlicht dabei Frankreichs Bestreben, die Machtposition der Bundesbank einzuschränken und zeigt Fehler bei der Konstruktion der Währungsunion und der Ideologie einer gemeinsamen Europapolitik auf. Er behauptet, dass ein System mit vielen, neben dem Euro existierenden, nationalen Währungen eine bessere Ausgestaltung gewesen wäre.
Gold kann nicht pleite gehen. Der hohe Wiedererkennungswert und die Liquidität von Gold machen es einzigartig. Für ein defensiv aufgestelltes Portfolio ist Gold unverzichtbar, meint Verleger und Autor Dr. phil. Bruno Bandulet.


