4. Mai 2012

Einladung zur 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung

 

Euro-Misere ohne Ende

 

 

 

Ein Gastbeitrag von Steffen Krug*

 

Die 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung findet dieses Jahr am Freitag, 01. Juni und Samstag, 02. Juni im Hotel Intercontinental direkt an der Alster statt. Der Name Hamburger Mark Banco steht dabei für die Ausrichtung der Tagungsreihe. Die Mark Banco war eine 100 Prozent silbergedeckte Währung, die die Hamburger Bank in der Zeit ihres Bestehens von 1619 bis 1875 emittierte. Dabei handelte es sich nicht um eine geprägte Münze, sondern um ein zu 100 Prozent mit Silber gedecktes Buchgeld. Mit dieser über lange Zeit stabilsten Währung in Europa hat Hamburg und seine Kaufmannschaft Krisen stets besser überstanden als andere Regionen. Gerade im heutigen Internetzeitalter könnte eine 100 Prozent gedeckte Währung wie die Hamburger Mark Banco problemlos wieder eingeführt werden.

 

Tragischerweise verhindert eine unheilvolle Allianz aus Politikern und Bankern die Implementierung von real gedeckten und darüber hinaus historisch getesteten Währungen. Dank des staatlichen Währungsmonopols können heutzutage Noten- und Geschäftsbanken in unbegrenzter Höhe ungedecktes Kreditgeld an Freunde aus Politik und Wirtschaft verteilen. Bereits seit 100 Jahren warnen Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie (Austrian Economics) vor den verheerenden Auswirkungen dieser willkürlichen Geldmengensteuerung auf die Konjunktur und die reale Wirtschaftsstruktur. Genau wie die heutigen „Austrians“ die aktuelle Finanz-, Banken- und Verschuldungskrise vorhergesagt haben, hatten Ludwig von Mises (1818-1973) und Friedrich August von Hayek (1899-1992) mit ihrer Konjunkturtheorie die Weltwirtschaftskrise von 1929 vorausgesagt.

 

Wie geht es aber nun weiter? Welche politischen Handlungsoptionen gibt es überhaupt noch und wie könnten konkrete Lösungskonzepte aussehen? Welches politische Szenario ist am wahrscheinlichsten? Und vor allem: welche Konsequenzen hat die Euro-Misere für private und institutionelle Anleger? Wird es zu einer Währungsreform kommen? Mit welcher Anlagestrategie kann vor diesem Hintergrund das eigene Vermögen noch geschützt werden? Werden US Dollar, Schweizer Franken und Anleihen aus den Schwellenländern ein sicherer Hafen sein? Oder sollten Anleger besser gleich ihre Ersparnisse in Sachwerte umschichten? Aber welche Sachwerte sind überhaupt krisensicher und was wäre der richtige Kaufzeitpunkt, wenn jederzeit wieder mit deflatorischen Rückschlägen zu rechnen ist? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Gold und Silber?

 

Freuen Sie sich auch dieses Jahr wieder auf Einschätzungen und Empfehlungen von hochkarätigen bankenunabhängigen Experten, wobei im Anschluss an die Vorträge wieder ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum eingeplant ist. Um den Gedankenaustausch untereinander und mit den Referenten zu vertiefen, wird im Anschluss an den ersten Seminartag eine dreistündige Alsterschifffahrt inklusive Abendmenu angeboten. Ich freue mich auf spannende Gespräche und Diskussionen.

Ihr Steffen Krug

 

 

*) Steffen Krug studierte Volkswirtschaftslehre an der Uni Heidelberg, ESC Reims in Frankreich und an der Europa-Universität-Viadrina in Frankfurt an der Oder. Er war zwei Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jan Winiecki, einem Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie, wo er 1997 seine Diplomarbeit zum Thema “Systemwettbewerb und Europäische Integration” schrieb. Nach einem Traineeprogramm bei der Vereins- und Westbank in Hamburg war er dort anschliessend als Wertpapierspezialist am Alten Wall tätig. 2001 machte er sich als Anlageberater und Finanzmakler selbständig (Lacruche Brokerage). Während seiner praktischen Tätigkeit entwickelte er den Investmentstil des Austrian Asset Management und gründete 2009 das Institut für Austrian Asset Management.

 

Zwei sehr empfehlenswerte Interviews mit unserem Gastautor finden Sie auf der Metallwoche und bei GoldMoney.

 

3. Mai 2012

 

Gold: Das Geld der Freiheit und der Ehrlichkeit

 

von John Laughland

 

 

Das gegenwärtige Finanzsystem zerstört die natürliche Ordnung der Gesellschaft

Der Zusammenbruch zweier Großbanken in Großbritannien und Amerika (Bear Stearns und Northern Rock) sollte uns Anlass geben, über die Fundamente des Weltfinanzsystems nachzudenken.

Als beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges die Währungen erstmals weltweit verstaatlicht wurden, waren die Gründe dafür offensichtlich. Um den Krieg zu führen mussten die Staaten in der Lage sein, ihre eigenen Banknoten zu drucken, ohne das dazugehörige Geld tatsächlich zu haben. Das entsprechende, im August 1914 verabschiedete Gesetz in Frankreich legte unverblümt fest: „Die Bank von Frankreich wird ihre Banknoten nicht mehr gegen Bargeld rückvergüten.“

Das besagte Bargeld war Gold, und Banknoten waren nichts weiter als Titel auf einen bestimmten Betrag an Goldmünzen. Die Geldmenge wurde von der Goldmenge bestimmt. Obwohl der Staat eine große Rolle im Währungssystem spielte – alle Länder hatten „Zentralbanken“ und die Verwendung der nationalen Währung war obligatorisch – war seine wesentliche Funktion die Aufrechterhaltung des Versprechens, dem Träger seiner Banknoten auf Verlangen einen spezifischen Betrag auszuzahlen. So lange dieses Versprechen gehalten werden konnte, war die Währung intakt.

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Anläufe, das Vorkriegssystem wiederherzustellen, weil es als unverzichtbare Grundlage des Finanzsystems und des Welthandels angesehen wurde. Wie könnten Nationen freien Handel miteinander treiben, wenn der Wert ihrer Währungen ständig fluktuierte? Im 1922 in Genua geschaffenen „Golddevisenstandard“ steckte jedoch ein fataler Fehler, der bald, im schicksalhaften Jahr 1933, zum Zusammenbruch des Systems führte. Der fatale Fehler war, dass zwei Währungen, das britische Pfund Sterling und der US-Dollar, an den Wert des Goldes gebunden wurde. Andere Währungen konnten gegen sie eingetauscht werden und konnten zur Deckung ihrer Emission herangezogen werden.

Dies war ein fataler Fehler, weil damit diese beiden Währungen mit einem besonderen Privileg ausgestattet wurden. Dieses Privileg bedeutete, dass sie immer nachgefragt wurden, egal, wie viel von ihnen im Umlauf war. Jacques Rueff, der große französische Ökonom, bezeichnete diesen Fehler als einen, der „ein tränenloses Defizit“ ermöglichte. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien konnten im Grunde so viele Papierdollar und -pfund drucken wie sie wollten, weil sie sicher sein konnten, dass diese von den anderen Zentralbanken als Reserven aufgenommen würden. Sie konnten dieses Papier verwenden, um Güter aus Übersee zu kaufen und im Gegenzug Kapital exportieren, ohne zu fürchten, dass die zusätzliche Geldmenge zu einer Inflation zu Hause führen würde.

Als der Zweite Weltkrieg seinem Ende entgegen ging und Pläne für ein Nachkriegsfinanzsystem ausgebreitet wurden, lebten alte Erinnerungen an feste Umtauschkurse auf (obwohl dies nur eine Folge des Goldstandards war, nicht sein vorrangiger Vorteil). In Bretton Woods wurde jedoch 1944 der selbe Fehler gemacht wie in Genua, nur dass diesmal der US-Dollar allein die Vormachtstellung als Währung mit „Reserve“-Status erhielt. Als dessen Goldbindung im Jahr 1971 gelöst wurde – Richard Nixon musste Dollar drucken, um den Krieg in Vietnam zu finanzieren – trieb das Weltwährungssystem ankerlos in jenem System, in dem wir jetzt leben, eines, in dem der Wert der Währungen ständig untereinander fluktuieren.

Was wir nun als die „Ölkrise“ von 1973 in Erinnerung haben, war in Wirklichkeit kaum mehr als eine rationale Reaktion erdölproduzierender Länder auf die de facto Entwertung des Dollar. Der Ölpreis stieg, weil er in einer im Wert geminderten Währung gekennzeichnet war. Die Ölproduzenten sagten, dass sie statt dessen den Ölpreis in Gold festsetzen würden – das heißt in realem, im Gegensatz zu papierenem, Geld. In Wirklichkeit geschah dies nicht und das schwarze Gold wird weiterhin in Dollar festgesetzt. Dies ist jedoch einer der Hauptgründe, weshalb die Vereinigten Staaten weiterhin ein „tränenloses Defizit“ genießen, das heißt ein scheinbar unbegrenztes Handelsdefizit, das durch das Fluten der Welt mit Dollars finanziert wird, die andere Länder entweder als Zentralbankreserve oder zum Kauf von Öl verwenden.

In den vergangenen ungefähr zwanzig Jahren ist diese Politik mit Vehemenz betrieben worden. Die Federal Reserve der Vereinigten Staaten, eine private Organisation, die das Privileg hat, Dollars zu drucken, jedoch im Besitz privater Banken befindlich ist, hat das Finanzsystem Amerikas – und der Welt – mit billigem Kredit überflutet. Dies ist der Hauptgrund für den gewaltigen Preisanstieg – die Inflation – der Wertpapiere gewesen. Andere Güter, deren Preise stark gestiegen sind, sind unter anderem Immobilien und, natürlich, Öl. Dem Finanzsystem als Ganzes wird möglicherweise durch diese Kreditausweitung geholfen, weil Banken damit Geld verdienen, das Geld mit einem höheren Zinssatz zu verleihen, aber die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes leiden.

Das ist der Fall, weil künstlich verbilligter Kredit den Banken ein kurzfristiges Einkommen auf Kosten der Zukunft verschafft. Ein Anstieg der Geldmenge jetzt verschafft den Banken Profite, drückt aber für alle anderen die Preise nach oben. Insbesondere ein Anstieg der Immobilienpreise – ein festgesetzter und realer Vermögensgegenstand, der zwangsläufig steigt, wenn der Wert des Papiergeldes sinkt – erzeugt riesige Probleme für die ganze Wirtschaft, besonders für das Familienleben. Familien können es sich nicht leisten, mehr Kinder zu haben; und der resultierende Zusammenbruch der Geburtenrate bedeutet in der Zukunft Probleme für wichtige Dinge wie Rente und Gesundheitsversorgung. Er fördert außerdem die Einwanderung, die wiederum ihre eigenen Probleme erzeugt, besonders der Missbrauch sozialer Kosten, der die Steuern hebt und den normalen, arbeitenden Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zieht.

Mit einem Wort: Ein System des Papiergeldes, des leichten Kredits und der hohen Steuern zerstört die natürliche Ordnung der Gesellschaft. Es bricht den Gesellschaftsvertrag und zahlt für die Gegenwart auf Kosten der Zukunft. Das Finanzsystem dagegen gedeiht. Banken verdienen Geld, weil, je günstiger Kredite sind, desto mehr Geld können sie verleihen. In ihrer Suche nach immer größeren Einkünften haben Banken die Volkswirtschaften mit Kredit überschwemmt. Die gegenwärtige „sub-prime“-Hypothekenkrise in den USA und Großbritannien ist nur die Spitze des Eisberges. Es ist in beiden Ländern jetzt sehr leicht, für Immobilien einen großen Kredit zu bekommen, ein zahlreiches Vielfaches des eigenen Jahreseinkommens, ohne einen einzigen Beleg: Ich zum Beispiel habe einen Kredit, der ein Vielfaches meines eigenen Jahreseinkommens beträgt, und ich habe ihn bekommen, obwohl ich kein regelmäßiges Einkommen beziehe und ohne irgendeinen Nachweis meiner finanziellen Lage. Es wurde alles mündlich erledigt. Meiner Frau wurde in der Zwischenzeit von unserem örtlichen Warenhaus eine Kreditkarte angeboten, die uns £6.000 Sofortkredit gab, obwohl sie überhaupt kein Einkommen hat und obwohl die Karte in meinem Namen ausgehändigt wurde, obwohl ich den Laden niemals betreten habe.

Wenn Leute einmal Schwierigkeiten haben, solche riskanten Kredite zu tilgen, dann droht natürlich das ganze System in sich zusammenzubrechen. Das Einkommen aus diesen Krediten selbst wird als Sicherheit für andere, zunehmend groteske finanzielle Konstruktionen benutzt, aber wenn die Basis dafür austrocknet, dann kann es eine sehr ernstzunehmende Kettenreaktion geben, da es eine Eigenschaft von Optionsscheinen und anderen Finanzinstrumenten ist, dass sehr große Fremdkapitalsummen für sehr wenig Geld aufgenommen werden können. All dies wird, ich wiederhole, von jener Bank gefördert, die diese Konstruktionen zentral lenkt, die nie ihre eigenen Schulden bezahlt und die ein Klima des leichten Kredits anheizt: Die Federal Reserve.

Der wirkliche Zusammenbruch des Weltfinanzsystems käme dann, wenn Länder und Ölproduzenten begönnen, den US-Dollar fallenzulassen, so wie es manche schon tun. Weil die USA eine unbegrenzte Menge grünes Papier druckt, muss die Nachfrage dafür irgendwie aufrecht erhalten werden. Öl ist eine Hauptquelle dieser Nachfrage – und einer der Gründe des Sturzes Saddam Husseins war seine Entscheidung im Jahr 2000, sein Öl gegen Euros zu verkaufen. Papiergeld und Militarismus sind eng miteinander verknüpft. Wenn der Dollar fallengelassen wird, dann werden die Vereinigten Staaten nicht mehr in der Lage sein, für ihre unbegrenzten Importe zu zahlen. Wenn der Ölpreis deutlich ansteigt, dann wird das ganze Gefüge des amerikanischen Lebens bedroht sein, da alle amerikanischen Städte auf eine Weise gebaut worden sind, dass man in ihnen ohne Auto unmöglich leben kann.

Es wird auch das Argument vorgebracht, dass eine staatliche Kontrolle des Finanzsystems notwendig ist, um einen finanziellen Zusammenbruch zu verhindern. Dieses Argument sieht ein wenig fadenscheinig aus angesichts des Zusammenbruchs von Banken in London und New York – der Zusammenbruch von Northern Rock veranlasste die britische Regierung dazu, fast zweimal soviel Geld hinein zu pumpen, als sie jedes Jahr für das Militär ausgibt – und während ganze Währungen kollabieren, wie 1998 in Russland und im fernen Osten.

Weil die Besitzstandsinteressen so groß sind, werden die US-Zentralbank und die anderen Länder der Welt alles daran setzen, diesen Schwindel so lange wie möglich in Gang zu halten. Sie mögen damit eine Zeit lang Erfolg haben. Aber das Weltfinanzsystem lebt parasitär von der Gesellschaft und wird sie am Ende in die Armut stürzen. Es widerspricht der natürlichen Ordnung und früher oder später wird die natürliche Ordnung zurückkehren.

 

Information:

Dieser Artikel erschien zuerst in englischer Sprache im „Brussels Journal“ am 19.03.2008 und wurde von Robert Grözinger exklusiv für eigentümlich frei ins Deutsche übersetzt.

2. Mai 2012

 

Es kommt Bewegung in die Frage um das Gold

 

 

 

Ähnlich wie in der Schweiz, wo der "Ron Paul der Ostschweiz" wie der junge Nationalrat Lukas Reimann wegen seiner stringent an Mises und Hayek orientierten Wirtschaftspolitik gelegentlich genannt wird, mit Gleichgesinnten die hervorragende Goldinitiative ins Leben gerufen hat,  wurde nun auch in Deutschland von einem Kreis um den sehr engegierten Vermögensverwalter Peter Boehringer eine Initiative unter dem Motto "Holt unser Gold heim" gestartet. Initiatoren sind die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft (DEG) und die Taxpayers Association of Europe (TAE). Zu den Unterstützern zählen unter anderem der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler, Professor Hans-Olaf Henkel, Professor Gerd Habermann (Vorstand der Friedrich A. von Hayek Gesellschaft) sowie der Goldexperte Dr. Bruno Bandulet (Herausgeber von Gold & Money Intelligence sowie Autor von "Das geheime Wissen der Gold-Anleger", der auch das Vorwort für die deutsche Ausgabe von "Die Gold-Verschwörung" von Ferdinand Lips geschrieben hat).

Das Lips Institute unterstützt dieses wichtige Anliegen sehr gerne. Wer es uns gleichtun will, kann hier unterschreiben.

Weiterführende Literatur zu diesem Thema: Kapitel VIII “Was geschah mit Deutschlands Gold?", S.299 in “Die Gold Verschwörung” von Ferdinand Lips.

2. Mai 2012

Offene Worte von den Austrians

 

 

Zum Monatsauftakt gibt es gleich mehrere starke Interviews mit zwei der angesagtesten "Österreicher": Prof. Dr. Philipp Bagus (Autor des Buches "Die Tragödie des Euro") wird von Russia Today zum Niedergang der spanischen Ökonomie befragt und legt eine schonungslose Analyse vor.

 

 

 

 

Der von Barclays Capital zur Degussa Goldhandel GmbH gewechselte Chefvolkswirt Prof. Dr. Thorsten Polleit ("Der Fluch des Papiergeldes") spricht mit Frank Meyer auf dessen Blog bzw. auf der von den Freunden des Lips Institutes überaus geschätzten Metallwoche  über Gold und den derzeitigen Zustand des Papiergeldsystems. Im Interview mit dem Handelsblatt warnt er vor Hyperinflation durch die Europäische Zentralbank und prophezeit das Ende des Papiergeldes.

 

Ein Projekt, das es verdient hat, in diesem Zusammenhang einmal besonders herausgehoben zu werden ist auch die neue Plattform Misesinfo.org, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst viele Menschen auf verständliche Weise an die Ideen der “Österreichische Schule der Nationalökonomie” heranzuführen und mit Bezug zu aktuellen Geschehnissen und Entwicklungen zur Verbreitung von Mises’ Erbe beizutragen.

28. April 2012

 

Wege aus der Euro-Krise – Alternativen zum Zentralbankensystem

 

Auf Einladung des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen Baden-­Württemberg und der Liberalen Hochschulgruppe Mannheim sprach Frank Schäffler MdB am 19. April 2012 in der Universität Mannheim zum Thema "Wege aus der Eurokrise – Alternativen zum Zentralbankensystem". Über 100 Interessierte Studenten und Mannheimer Bürger säumten den Saal. In seinem einstündigen Vortrag erläuterte der Bundestagsabgeordnete, dass die Trennung von Risiko und Haftung, erst bei Banken und nun bei den Europäischen Staaten ein erhebliches Risiko für unsere Volkswirtschaft und unsere freiheitliche Grundordnung darstellt.

Der mutige deutsche FDP-Politiker und Finanzexperte Frank Schäffler hat bereits in einem vielbeachteten Vortrag am 6. Juni 2011 im Berner Hotel Bellevue Palace die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols gefordert. Vor über 150 geladenen Gästen führte Schäffler aus, dass die jüngste Weltfinanzkrise und die Überschuldungskrise von Staaten und Banken massgeblich auf die Politik der Zentralbanken zurückzuführen sei. Deren falsche Geldpolitik fördere die Entstehung von Scheinwohlstand und Investitionsblasen. Denn im heutigen System des staatlichen Papiergeldmonopols, das Schäffler staatliches Zwangsgeld nennt, könne die Zentralbank das Geld- und Kreditangebot beliebig ausweiten, was Schäffler als eine Form der Falschmünzerei bezeichnet, die noch weit über die Falschmünzerei im 14. Jahrhundert hinausgehe, das als das Jahrhundert der Falschmünzer-Könige bekannt geworden sei.

 

Die Alternative zum staatlichen Geldmonopol und dem staatlichen Zwangspapiergeld besteht für Frank Schäffler in einer marktwirtschaftlichen Geldordnung und der Zulassung von konkurrierenden Privatwährungen oder freiem Marktgeld, was bedeutet, dass das staatliche Geldmonopol fallen müsse. Bei Gewährung von vollständiger Produzenten- und Konsumentenfreiheit im Finanzsektor werde es den einzelnen Menschen ermöglicht, in dezentralen Entdeckungsverfahren, die sich parallel zu den staatlichen Währungen entwickeln und aus denen Schritt für Schritt für die staatlichen Währungen Konkurrenz erwächst, zu lernen, welche Geldart je nach individueller Situation und Bedürfnis und individueller Transaktionskostenlage jeweils für sie sinnvoll ist.

Da niemand freiwillig schlechtes Geld hält, werde der sich entwickelnde Währungswettbewerb die privaten, aber auch die staatlichen Geldproduzenten dazu anhalten, besseres Geld zu produzieren. Die individuelle Nachfrage nach gutem Geld würde bei einem allumfassenden Währungswettbewerb und der Möglichkeit für alle Menschen, die Produzenten von schlechtem Geld durch Abwanderung zu bestrafen, auch dazu führen, dass sich evolutionär eine neue Geldordnung entwickelt, in der die Möglichkeiten zur Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts aufgrund von Wettbewerb beschränkt sind und dadurch die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Investitionsblasen und Scheinwohlstand sinkt.

Die wichtigste liberale Aufgabe in der heutigen Zeit besteht gemäss Frank Schäffler deshalb darin, die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols zu fordern und sich für die Schaffung einer marktwirtschaftlichen Geldordnung einzusetzen.

 

Die DVD mit der kompletten Veranstaltung und dem Hauptreferat Frank Schäfflers ist bei unserem Freund, dem couragierten Berner Verleger Johannes Müller erhältlich.

27. April 2012

Gold – Time to say GOOD BUY?

 

 

Goldanalyst Ronald Stöferle gibt Antworten auf die Fragen, ob der Gold-Bullenmarkt noch immer intakt ist, wie der technische Ausblick aussieht und ob sich Gold bereits in einer Bubble befindet. Zudem beschreibt er im Gespräch mit Thomas Unger seine Eindrücke der Denver Gold Conference in Zürich und seine favorisierten Goldminenaktien.

Das gesamte Gespräch können Sie auf den Seiten der Erste Group anschauen!

 

 

 

26. April 2012

finews.ch: Gold-Klassiker jetzt auf spanisch

 

finews.ch – Treffpunkt der Finanzwelt berichtet aktuell:

"Der Klassiker von Ferdinand Lips «Die Gold-Verschwörung», der im englischen Original unter dem Titel «Gold Wars» 2001 erschien, ist nun auf Spanisch erhältlich.  [...] 

Das Lips Institute unter der Leitung von Barbara Lips freut sich über die brillante Übersetzung, die nun der Leserschaft im spanischen Sprachraum zugänglich ist."

Weiterlesen hier!

17. April 2012

Die Gold-Verschwörung jetzt auf spanisch

 

Der Klassiker von Ferdinand Lips "Die Gold-Verschwörung", der erstmals im englischen Original unter dem Titel "Gold Wars" im Jahre 2001 erschien, ist nun endlich auch in der Weltsprache Spanisch einem am Gold stark interessierten Lesepublikum zugänglich gemacht worden. "Las Guerras del Oro" ist ein publizistisches Desiderat, für das unser Dank an die GoldMoney Foundation geht.

 
Das Buch entstand am Beginn einer bis heute anhaltenden, sich nun schon über eine Dekade entwickelnden Gold-Hausse und ist inzwischen bei Freunden eines ehrlichen und freien Marktgeldes längst zum Klassiker avanciert.
 
 
Der Privatbankier und Währungshistoriker Lips erklärt darin nicht nur Basiswissen zur Frage des guten Geldes und warum Gold in allen Kulturen und zu allen Zeiten immer wieder die monetäre Rolle des Geldes zufiel (nicht auf hoheitlichen Befehl, sondern durch das "Entdeckungsverfahren des freien Wettbewerbs" um mit Friedrich A. von Hayek zu sprechen) sondern kritisiert auch unsere bestehenden Finanzsysteme.
 
 
Das Lips Institute unter der Leitung von Ferdinand Lips’ Tochter Barbara Lipshier bei einem Interview anlässlich der Londoner GATA-Konferenz im Jahre 2011 – freut sich daher, diese brillante Übersetzung nun vielen Lesern im spanischen Sprachraum weltweit zu eröffnen.  

 

14. April 2012

"Gold steigt rascher als die Förderkosten"

 

In einem ausführlichen Interview mit dem Schweizer Anleger-Magazin Stocks äußert sich der Analyst Eric Spoerndli, der unter anderem Premium Strategy Partners für deren Goldportfolios berät, zu den Chancen im Goldsektor und erläutert, warum er die Branche für attraktiv bewertet hält.

Eines der Unternehmen, die Spoerndli als aussichtsreich betrachtet, ist die kanadische Monument Mining (WKN A0MSJR). Monument Mining produziere etwa 50 000 Unzen Gold pro Jahr in der Selinsing-Mine in Malaysia, so der Experte, für Gesamtkosten von rund 500 Dollar pro Unze. In den nächsten zwei Jahre wolle Monument die Produktion auf 120 000 Unzen erhöhen. Gemäß dem Bewertungsmodell von Spoerndli liege der Cash-Back-Faktor zwischen fünf und sechs. Allerdings eigne sich diese Aktie nicht für große Tranchen, da der Handel an manchen Tagen ziemlich illiquid sei.

 

Das komplette Interview gibt es hier.

11. April 2012

 

James Turk (GoldMoney) im Gespräch mit Mick Knauff vom DAF

 

Warum Gold weiter steigen wird, und warum wir vergessen haben, was die eigentliche Funktion von "Geld" ist